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Den Teich winterfest machen – Pumpe im Teich lassen?

Der Gartenteich – das Herzstück des Gartens, die Oase der Ruhe, der Treffpunkt für jede Gartenparty, die grüne Insel auch bei Sommerhitze – ein Idyll! Doch nun wenn der Winter naht, muss man den Teich winterfest machen.

Dieses Idyll braucht Pflege – ein Gartenteich sollte gehegt und gepflegt werden, um in seiner ganzen Pracht die Jahre zu überdauern.

Darum sollte man im Herbst beginnen und den Teich winterfest machen. Was man am besten mit der Teichpumpe macht, kann man unter Punkt 7 lesen.

 

Was jedoch ist beim Teich winterfest machen alles zu beachten?

 

1)Der Zeitpunkt

Zunächst einmal ist es wichtig, den richtigen Zeitpunkt zu finden, an dem die Vorbereitungen für den Winter stattfinden sollen. Spätestens wenn das Laub fällt und in dem Gartenteich landet, wird es Zeit, mit den Wintervorbereitungen zu beginnen. Denn das Hauptproblem ist die Zersetzung der organischen Masse im Teich, die im Winter stattfindet. Dieser Vorgang verbraucht Sauerstoff, was dazu führt, dass vor allem unter einer geschlossenen Eisdecke, der Sauerstoff knapp wird und Fische und Frösche verenden. Das will niemand – darum ist den Teich winterfest machen wichtig! Der Betrieb eines Teichskimmers über den Sommer und Herbst hilft, dass sich nicht so viele Schmutzpartikel erst im Teich ansammeln.

 

2)Laub, Schlamm, und Algen entfernen

TeichschlammLaub, das von den Bäumen in den Teich gefallen ist sollte gründlich mit dem Kescher entfernt werden. Das gleiche gilt für Algen, denn je kühler es wird, umso träger werden die Mikroorganismen, die während der restlichen Jahreszeit faulige Algen- und Laubreste im Wasser abbauen.

Haben sich bereits größere Verschmutzungen angesammelt, lassen sich diese gut mit einem Teichschlammsauger entfernen. Egal, ob es sich um Schlamm, Algen, oder faulige Pflanzenreste handelt – der Teichschlammsauger ist ein hilfreicher Gefährte bei dessen Beseitigung. Über eine regelbare Ansaugdüse wird der Teichschlamm in einen Behälter gesaugt. Eine weitere Pumpe dient dazu, dass Schlammwasser über einen Ablauf nach draußen zu befördern und das gereinigte und mit Sauerstoff angereicherte Wasser in den Teich zurückfließen zu lassen. Einen Teichschlammsauger kann man wahlweise kaufen oder zum Beispiel im Gartencenter leihen.

 

3) Wasserpflanzenpflege

Selbstverständlich gehört auch die Wasserpflanzen Pflege zum Teich winterfest machen dazu. In diesem Zusammenhang stellt sich zunächst einmal die Frage, welche Teichpflanzen winterhart sind, denn frostempfindliche Pflanzen gehören vor dem Winter ins Haus. Diese können nur an frostfreien Orten überwintern. Seerosen zum Beispiel oder der einheimische Froschlöffel dagegen ist winterhart. Derartige Pflanzen können im Wasser verbleiben. Aber auch diese Wasserpflanzen brauchen einen Rückschnitt. Wer sich keine große Mühe geben möchte, wartet bis der Teich zugefroren ist und schneidet dann alles oberhalb der Eisfläche ab. Es ist jedoch sinnvoller, diesen Rückschnitt vorher vorzunehmen. Bis auf immergrüne Wasserpflanzen sollte alles im Teich weit zurückgeschnitten werden.

4)Fische füttern

Fische im TeichAb dauerhaften Temperaturen unter 10 °C sinken die Fische in die Winterruhe. Dies ist ein Energiesparmodus, mit dem sie den Winter überstehen. Vorher sollten sie noch gefüttert werden, aber ab ca. 10 °C brauchen sie kein Futter mehr. Denn die Futterreste am Boden des Teiches können Fäulnisgase freisetzen und dies kann dazu führen, dass bei zugefrorenen Teich die Tiere vergiftet werden. Also nicht zu viel Mitleid mit den armen Fischen haben, sie verfallen nur in Winterstarre und erfrieren nicht im Wasser. Essen müssen sie unter 10 °C nichts mehr.

5)Der Eisfreihalter

Beim Teich winterfest machen spielt auch der Eisfreihalter eine große Rolle. Spätestens bei den ersten Bodenfrösten kommt er aufs Wasser. Hier bietet sich als Eisfreihalter ein Hartschaumring mit 60 cm Durchmesser an, der dafür sorgt, dass der Teich nicht komplett zufriert. Bei stärkerem Frost genügt dieser Eisfreihalter nicht mehr. In diesem Fall ist es zu empfehlen, einen Luftausströmer in knapp 30 cm Tiefe unter dem Eisfreihalter anzubringen. Dieser Luftausströmer erzeugt eine leichte Wasserbewegung und verhindert dadurch das Einfrieren. Noch besser geeignet sind Teichheizer. Diese erzeugen genügend Wärme, um das Wasser unter dem Eisfreihalter eisfrei zu halten.

Nicht empfehlenswert ist es, die Eisdecke mit der Axt zu zerschlagen. Denn mit diesen Axthieb baut sich unter der Eisdecke im Wasser eine Druckwelle auf. Diese Druckwellen können dazu führen, dass die Luftblase, in der die Fische ihre Winterruhe halten, zerplatzt. Hierdurch können die Fische sterben – das möchte doch niemand!

7) Pumpe aus dem Teich entfernen

Wasserpumpen sollten im Winter aus dem Teich entfernt werden – wenn sie sich weniger als 80 cm unter der Wasseroberfläche befinden. Auch Teichpumpen können einfrieren. Dies gilt es zu verhindern. Teichpumpen kann man den Winter über in einem Eimer mit Wasser aufbewahren. Ebenso sollte andere Teichtechnik wie zum Beispiel Filter, die außerhalb des Teiches stehen, vor dem ersten Frost abgebaut werden. Dann sollte man sie gründlich reinigen und über Winter im Haus lagern.

 

8) Ein paar Tipps zu Teichpumpen Pflege

Teichpumpenpflege sollte dem Besitzer eines Teiches kein Fremdwort sein. Denn wenn Werkzeuge und Teichtechnik versagen wird unnötig Energie verbraucht.

 

So gehört zum Beispiel das regelmäßige Entkalken der Teichpumpe unabdingbar zu Teichpumpenpflege und damit zur Wartung des Gartenteiches. Dadurch wird zum einen die Lebensdauer der Teichpumpe verlängert und zum anderen Strom gespart. Das schont den eigenen Geldbeutel und kommt der Umwelt zugute.

 

Kalbablagerungen sind schädlich für die Teichpumpe, denn diese Ablagerungen bewirken eine schnellere Abnutzung der Pumpe. Das kann so weit gehen, dass die Pumpe durch Kalkablagerungen irreparabel zerstört wird.

 

Leider gibt es keine zuverlässigen Präventionsmaßnahmen gegen den Kalk. Jedoch sollte bei einem Kalkbefall schnell reagiert werden. Ein Kalkbefall ist zum Beispiel dadurch zu erkennen, das sich weiße Spuren am Gehäuse des Gerätes befinden. Auch wenn die Pumpe schwerer läuft, ist ein Kalkbefall zu vermuten.

 

Kalkablagerungen verursachen beim Betrieb der Pumpe einen hohen Reibungswiderstand. Das liegt daran, dass sich die Laufeinheit der Pumpe durch den Kalk abschleift. Die dadurch entstehenden Schäden sind unter Umständen sogar mit dem bloßen Auge erkennbar. Statt aus glatten Metallflächen besteht die Pumpe plötzlich aus Rillen und Unebenheiten. Diese beeinträchtigen nicht nur die Pumpleistung erheblich, sie erhöhen auch den Stromverbrauch. Also etwas, was man unbedingt vermeiden möchte.

 

Um die Pumpe zu entkalken, wird sie aufgeschraubt. Dann sollte die Pumpe in ein Entkalkungsbad gelegt werden. Dieses Bad besteht aus einer Lösung aus Wasser und einem Entkalkungskonzentrat. Ist die Verkalkung nur schwach, wird sich der Kalk innerhalb weniger Minuten lösen. Dicke Kalkablagerungen benötigen dementsprechend mehr Zeit. Ein effektives Entkalkungs – Mittel ist zum Beispiel NaturaGart.

 

Wer seinen Teich pflegt, den Teich winterfest macht und seine Pumpe gewissenhaft wartet – der wird noch lange Freude an seiner grünen Insel im kleinen Gartenparadies haben. Dann ist es auch im nächsten Frühjahr nicht so viel Arbeit, den Teich wieder auf Vordermann zu bringen.